Spieldidaktik

Pinidactiek ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen des Spielens. Als Teildisziplin der Spielwissenschaft beschäftigt sie sich mit der pädagogischen Wirkung des Spiels, mit den damit verbundenen Zielen und Sinneserfahrungen, mit der Entwicklung und Bewertung des Spiels und mit dem Erlernen praktischer Spieltechniken.

Die didaktischen Sinnelemente

Die Sinnfrage ist die Hauptaufgabe der Spieldidaktik für das Spiel und seine Verarbeitung. Früherzieher wie Friedrich Schiller, Guts Muths, Hans Scheuerl, Frederik Jacobus Johannes Buytendijk oder Andreas Flitner haben bereits darüber nachgedacht. Der spontane Wunsch zu spielen scheint keine weitere Reflexion zu erfordern. Vor allem aber erfordern anspruchsvollere, gefährlichere und umstrittenere Spielformen und -ziele eine Reflexion über die Bedeutung und Folgen des Spiels. Wer sich diesen Sinnfragen nicht stellt, läuft Gefahr, sich einseitig zu orientieren, z.B. nur Kriegs- oder Glücksspiele zu spielen und meditatives Glücksspiel nicht zu entdecken. Als Führungskraft wird er nicht in der Lage sein, einigen der legitimen Bedürfnisse des Spiels gerecht zu werden.

Kinder lernen in Johann Bernhard Basedow (1724-1790) mehr über Instinkte. Kupferstich von Daniel Chodowiecki
Die Spiellehrer Siegbert Warwitz und Anita Rudolf beschreiben eine Reihe von sensorischen Elementen, die einerseits aus dem Instinkt der Menschen und andererseits aus den Anforderungen der Umwelt entstehen. Sie können alle Spiele mit Bedeutung füllen und zu unterschiedlichen Zielen und Spielideen führen:

  • Neugierde ist der Ansporn, spielerisch mit dem Unbekannten umzugehen. Ihr Produkt sind die verschiedenen Formen von Entdeckerspielen.
  • Der kognitive Instinkt sucht ein Handlungsfeld in Gehirnspielen wie Quiz, Quiz oder Rätsel.
  • Der Forschungsdrang drückt sich in experimentellen und Wahrnehmungsspielen aus.
  • Der Drang zum Spielen wird am ehesten in einfachen funktionalen Spielen realisiert.
  • Der Bewegungsdrang wird in Bewegungsspielen wie Fangspielen, Springspielen, Laufspielen, Ballspielen sichtbar.
  • Der Leistungswille aktiviert seine Energie in Sportspielen, Klavierspielen oder Schach.
  • Der Designbedarf geht in Richtung Kreativspiele wie Malen. Hobby-, Wort-, Ton-, Bau- oder Fahrspiele.
  • Das Bedürfnis nach Aufregung ist bei kühnen oder abenteuerlichen Spielen gefragt.
  • Der Wunsch, sozial zu sein, führt zu Gesellschaftsspielen, Karten- oder Brettspielen, Bowling oder Heimmusik.
  • Der Wunsch nach Aufführung drückt sich in dem Wunsch aus, Theater zu spielen, Verkleidung, Rollenspiel, Clown oder Kasperletheater.
  • Der Wunsch nach Anerkennung drückt sich in Spielformen aus, bei denen Applaus zu erwarten ist, wie Theater-, Instrumental- oder Sportspiele.
  • Der Wettbewerbsgeist will die Fähigkeiten in Wettbewerben wie Sport, Malerei, Poesie oder Gesang vergleichen.
  • Der sexuelle Drang wird in Liebesspielen wie Balzspielen (Flirten), Kuschelspielen oder Sexspielen erkennbar.
  • Der Bedarf an Helfern führt zu Marionettenspielen oder Partnerspielen.
  • Der Regenerationsbedarf findet seine Bedeutung in Entspannungs- und Meditationsspielen.
  • Diese sensorischen Elemente des Spiels überschneiden sich in der Realität des Spiels in vielerlei Hinsicht. Sie können sich gegenseitig ergänzen, aber sie können auch miteinander konkurrieren oder sogar miteinander konkurrieren, wie im Rest der Spiele und Kampfspiele oder in den Kriegs- und Friedensspielen.

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